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Historie
 

Allmählich veränderte sich die Situation. Anfang der 1870er Jahre wurde die Jahresproduktion des badischen Schwarzwaldes auf 1,8 Millionen Uhren geschätzt. Produziert wurden jetzt auch federgetriebene Großuhren, doch nach wie vor herrschte die Schwarzwälder Gewichtsuhr vor und konnte damit noch bis Ende des 19.Jahrhunderts mit den Fabrikbetrieben konkurrieren. Wesentlichen Anteil am Überleben hatte der Übergang zu fabrikmäßigen Verfahren bei der Bestandteilfertigung. Die aufkommende Uhrenindustrie erzielte ihre großen Umsätze vor allem mit zwei Uhrentypen, den Metallweckern und den Federzug-Regulatoren, beide verfertigt nach amerikanischer Technologie. Im Jahre 1905 wird die Gesamtproduktion des württembergischen Schwarzwaldes auf 5,8 Millionen Uhren geschätzt, davon waren 4,1 Millionen (70,7%) Weckeruhren.
Vor 1914 entfiel über 50% der Weltausfuhr von Großuhren auf die Schwarzwälder Uhrenindustrie. Ebenso wie früher die hausgewerblich arbeitenden Uhrmacher, so versorgten jetzt die Schwarzwälder Uhrenfabriken weite Teile der Welt mit ihren Erzeugnissen.

 

Kuckucksuhren. Figurenuhren. Musikuhren.
Wohl kaum eine Schwarzwälder Uhr hat die Phantasie so angeregt wie die Kuckucksuhr. Sie ist sehr wahrscheinlich keine Erfindung Schwarzwälder Uhrmacher. Jedoch ihnen ist es gelungen, diesen Uhrentyp weltweit bekannt und beliebt zu machen. Die ersten entstanden vermutlich 1740/50. Ob in Schönwald oder in Neukirch, muß beim gegenwärtigen Stand der Uhrenforschung noch offen bleiben.

 

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